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Wiedersehen mit Radim

25. – 26.11.2017 Ja, die Folgen der Partynacht konnte ich spüren. Ganze zwei Tage lang blieb ich im Hostel um den Kater mit viel Schlaf auszukurieren. Ganz untätig war ich jedoch nicht. Ich setzte meinen Laptop neu auf und ich traf mich mit meinem Reisefreund Radim. Er durfte ganz in der Nähe von Perth bei einem einheimischen Motorradfahrer übernachten. Vor Rund einem Monat war mein Plan mit Aljoscha und Radim die «Canning Stock Route» zu fahren. Wie ihr wisst habe ich mich schlussendlich gegen dieses Abenteuer entschieden und die Beiden starteten am 11. November mit ihrem Vorhaben ohne mich. Radim erzählte mir von ihrem Abenteuer: Auf den ersten 100km brach der Auspuff von Aljoscha`s «Oscar» ab, verschieden Mängel am Auto zeigten sich. Radim hatte mit seiner schwerbeladenen KTM mit der Strasse zu kämpfen. Mehrmals stürzte er und beim letzten Sturz verstauchte er seinen Knöchel so schwer, dass die beiden zwei Tage Zelten mussten bis Radim seinem Fuss wieder in den Stiefel st...

Perth

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24.11.2107 Strecke 2 4 .11.2017 Bill zeigte mir am Morgen die Umgebung. Mit seinem Geländewagen machte er mit mir eine Spritztour. In einer friedlichen Gegend sind die Beiden zu Hause. Ja, hier lässt es sich Leben. Mit einem grossem «Dankeschön» verabschiedete ich mich von dem liebenswerten Paar mit grossem Herzen und fuhr nach Perth. Dort angekommen liess ich Gabriel beim BMW-Mechaniker überprüfen. Ich wollte wissen was die Warnleuchte, die vor Tagen auf dem Armaturenbrett erschien, genau zu bedeuten hat. Ach ja, Betreffend Warnleuchte: Ich hatte vor Tagen die Idee eine etwas abgelegene Strecke zum Berg Augustus zu fahren und war mir nicht sicher ob ich das wagen soll, kurz darauf erschien die Warnleuchte und ich entschloss den sicheren Weg zu gehen. Weiter im Süden gibt es noch eine weitere Zufahrtsstrasse zu diesem Berg und wieder «Werweisste» ich. Als ich mich dann gänzlich gegen das Vorhaben «Berg Augustus» entschied, erlosch die Warnleuchte ein Tag später und ist sei...

Der Winter kommt

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23.11.2017 Strecke 2 3 .11.2017 Seit langem konnte ich wieder in meiner Hängematte schlafen. Hier weiter im Süden hat es tatsächlich wieder vermehrt Bäume und nicht nur Sträucher und Büsche. Markus und Magdalena die Gesten getroffen hatte, erzählten mir, dass man in Lancelin Bretter mieten kann um mit ihnen die Sanddünen herunter zu rutschen. Das wollte ich ausprobieren. Ich fuhr wenige Kilometer zurück nach Lancelin und mietete mir ein Sandboard. Als ich Morgens mit dieser Idee losfuhr, kam es mir ein wenig seltsam vor «Alleine» Boarden zu gehen. Gewisse Dinge möchte man doch in Gemeinschaft geniessen. Kurz vor den Dünen traf ich dann Einmal mehr auf Reisende die ich vor Tagen kennenlernte. So stiegen wir «fünf Schweizer» auf die Weissen Berge und rutschten den Sand herunter als wäre es der Schnee aus der Heimat. Nach dem weissen Vergnügen fuhr ich 50km weiter in ein kleines Dorf um Bill und Pauline «Hallo» zu sagen. Das Paar war Teil des Teams im Nanga Bay Resort und habe...

Kalksteinsäulen im Nambung-Nationalpark

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22.11.2017 Strecke 22.11.2017 Früh bin ich aufgestanden und sattelte Gabriel. Nach dem Morgenkaffee und einem Stück Brot mit Konfitüre düste ich weiter. Düsen ist vielleicht ein wenig übertrieben, denn ich bewege mich lediglich mit 80km/h vorwärts um Benzin zu sparen. In voller Fahrt, fand eine Biene den Weg zu meinem rechten Auge. Trotz Sonnenvisier klatschte Sie gegen mein Auge und stach zu. Ich stoppte so schnell wie möglich und reinigte mein Auge mit Wasser. Es fühlte sich an als hätte Sie mir direkt in den Augapfel gestochen. Den nächsten Halt machte ich um mir die Kalksteinsäulen im Nanbung-Nationalpark anzusehen. Während ich die Säulen bestaunte hörte ich ein vertrautes Motorengeräusch. Tatsächlich traf ich hinter dem nächsten Hügel auf BMW-GS-Biker aus Litauen. Sie haben ihre Motoräder nach Australien verschifft und sind auf einer «Australien Rundreise». Ich verlies die Steinwüste und machte nach kurzer Strecke wieder Halt. Dieses Mal traf ich auf bekannte Gesichter...

Pink Lake

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21.11.2017 Strecke 21.11.2017 Über Geraldton fuhr ich weiter Richtung Süden. Sonderlich spektakulär war die heutige Fahrt nicht. Das Highlight war ein rosaroter See an dem ich vorbeifuhr. Was die rosarote Farbe hervorruft ist nicht wirklich geklärt. Es wird angenommen dass es Bakterien sind die den See so unwirklich erscheinen lassen. Der Küste entlang suchte ich nach einem Schlafplatz und legte dabei Gabriel wieder Einmal zu Boden. Ich konnte ihn, vollgetankt und mit 30 Liter Benzin im Gepäck, beinahe aufstellen. Langsam habe ich den «Kniff» raus. Noch ein paar Mal hinfallen und ich bin Meister im «Aufstellen» einer BMW1200GS. Die Kanister musste ich dann doch entfernen um Gabriel in die Senkrechte zu kriegen. Wie schon erwähnt ist es hier in Australien gar nicht so leicht schöne Orte zur Übernachtung zu finden wo das Campieren nicht ausdrücklich verboten ist. Heute hatte ich Glück und liess den Abend in einer kleinen gemütlichen «Fischer-Bucht» ausklingen.  

Kalbarri

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20.11.2017 Strecke 20.11.2017 Gestern Abend wurde ich vom «Nanga Bay-Team» zu einer herrlichen Grillade eingeladen und heute Morgen durfte ich mit Bill auf eine kleine Bootstour mit. War richtig gemütlich. Der ganze Aufenthalt in Nanga Bay war richtig gemütlich und hat mir gut getan. Mein Gemüt hat sich verändert. Erst jetzt fühlte ich mich in Australien wirklich willkommen und ich hatte das Gefühl endlich in Australien angekommen zu sein. Ich verabschiedete mich gegen Mittag und düste äusserst zufrieden in den Süden. Die Strasse war ebenso langweilig wie ich die Strassen in den letzten Tagen erlebte, trotzdem fühlte ich mich heute bei meiner Fahrt glücklich. Die Temperaturen waren richtig angenehm, einzig der böige Küstenwind machte das Fahren anstrengend. Training für die Nackenmuskulatur. Gegen Abend erreichte ich Kalbarri mit dem umliegenden Nationalpark. Den Sonnenuntergang genoss ich an den schönen schroffen Klippen am Meer und mein Zelt stellte ich, direkt nachdem ic...

Nanga Bay Resort

18.- 19.11.2017 Obwohl ich hier im Nanga Bay Resort keine bezahlte Arbeit finden konnte, durfte ich kleinere Arbeiten verrichten um so für die Übernachtungskosten aufzukommen. Toiletten reinigen, den Platz rund um den Pool vom Laub befreien und ein Zimmer auf «Vordermann» bringen. Ich nähte meine kaputten Taschen wieder zusammen und genoss die Plauderstunden mit dem liebevollen Team, dass sich hier um das Resort kümmert. Ich wurde hier so liebevoll aufgenommen, fühlte mich puddelwohl und entschloss, insgesamt drei Nächte hier zu verbringen. Shauna (Managerin), ihr Sohn Ben und ihre Freunde Steve, Pauline, Bill, Linda und Dave kümmern sich hier um die Instandhaltung des extrem grossen Resorts. Beinahe unmöglich mit so wenig Leuten den Arbeiten nachzukommen, doch die Besitzerin erlaubt Shauna nicht mehr Leute anzustellen. Ich fühlte mich hier vom ersten Moment an «Zuhause» und war ist nicht das Resort das mir das Gefühl verlieh, es war das liebevolle und superfreundliche Team d...