Versicherungen

Zum Voraus will ich erwähnen, dass ich mich in der Schweiz abgemeldet habe um laufende Kosten zu sparen. Bin jetzt Auslandschweizer. Die Abmeldebestätigung kann man, zumindest in Basel-Stadt, drei Monate im Voraus verlangen. Mit der Abmeldebestätigung ist es problemlos alle laufenden Verträge und Abos zu kündigen. Das Abmelden verlief problemlos. Der administrative Aufwand ist sicherlich grösser wenn man sich abmeldet wie wenn man in der Schweiz angemeldet bleibt.
Meinen Job sowie meine Wohnung habe ich gekündigt. Ein Teil meiner Möbel habe ich, für unbestimmte Zeit, meinem Cousin ausleihen können. Die restlichen Möbel durfte ich kostenlos bei meinem bisherigen Vermieter im Keller deponieren. Meine Pflanzen konnte ich, bis zu meiner Rückkehr, einem Arbeitskollegen vermachen.
  • Meine Lebensversicherung (3-Säule) habe ich sistiert. Es ist jedoch zu bemerken, dass ich die Summe der ausbleibenden Prämien bei meiner Rückkehr nachzahlen müsste um den bisherigen garantierten Zins behalten zu können. Ansonsten wird die Versicherung mit dem zu diesem Zeitpunkt aktuellen Zins weitergeführt.
  • Obligatorische Krankenkasse hab ich gekündigt. Zusatzversicherung sistiert (Sistierungskosten 5CHF im Monat).
  • Habe bei ADAC eine Langzeitreiseversicherung abgeschlossen. Bei Krankheit und Unfall bin ich weltweit (Heimatland und Deutschland ausgenommen) abgesichert. Die Versicherung kostet mich für 2Jahre 1346Euro und kann im Voraus bezahlt werden. Bei einer frühzeitigen Heimkehr werden die restlichen nicht mehr benötigten Monate anteilsmässig zurückerstattet. Nach Ablauf der zwei Jahre müsste man eine neue Versicherung abschliessen wobei man vor Ort, also in Deutschland, sein müsste. Eine Verlängerung nach Ablauf, ist während dem Reisen nicht möglich.
  • Bin ADAC Plus Mitglied, so bekomme ich weltweit Unterstützung bei rechtlichen Streitereien oder Anliegen. 170 Euro für zwei Jahre.
  • Hausratversicherung lasse ich weiterlaufen. Habe das Minimum an Inventar versichert dafür Diebstahl auswärts auf 5000Chf pro Fall erhöht. Ausserdem habe ich meine elektronischen Geräte, bei Schadensfällen mit 1000Chf pro Fall, versichert. Diese Versicherung kostet mich 700CHF für zwei Jahre und konnte sie im voraus bezahlen.
  • AHV: Die Lücke die entsteht kann man im Zeitraum von fünf Jahren (ab erstem Jahr ohne AHV-Beitrag) nachträglich schliessen. Hat man nach der obligaten Schulzeit eine Lehre genossen und sozusagen ab dem 16Lebensjahr gearbeitet, werden die beiden sogenannten AHV-Jugendjahre (vom 18-20 Lebensjahr) automatisch als Lückenfüller eingesetzt. Würde ich also nach zwei Jahren zurückkehren, müsste ich die Lücke nicht aktiv schliessen. Selbstverständlich ist es nach der Rückkehr sinnvoll sich über allfällig entstandene Lücken zu informieren.
  • Pensionskassenbeiträge muss man nicht zwingend weiterzahlen, wenn man nicht arbeitet. Die entstehende Lücke trägt keine gravierende finanzielle Konsequenzen mit sich. Ich habe ein Freizügigkeitskonto eröffnet und das Geld von der Pensionskasse des bisherigen Arbeitgebers darauf überweisen lassen.
  • Meine Fahrzeug-Vollkasko-Versicherung lass ich solange laufen, wie ich mich in Europa aufhalte. (Ausserhalb von Europa bin ich, mit der jetzigen Versicherung, so oder so nicht versichert). Danach werde ich meine jetzige Nummer und Fahrzeugausweis zurückschicken und der MFK zurückbringen lassen, was automatisch zur Folge hat, dass die Versicherung nicht weiterläuft. Für die Weiterfahrt ausserhalb von Europa hab ich eine zweites Nummernschild und zugehörige Papiere. Ausserhalb von Europa ist Gabriel dann grundsätzlich nicht mehr versichert. In vielen Ländern muss oder kann man jedoch an der Grenze eine KFZ-Versicherung für den Aufenthalt abschliessen. Für die Weiterfahrt ausserhalb von Europa hab ich eine zweites Nummernschild und zugehörige Papiere. Wie Das?: Zuerst habe ich meine Fahrzeugpapiere nicht mehr wiedergefunden und habe ein Duplikat der Fahrzeugpapiere angefordert (30CHF). Danach wurde mein Nummernschild gestohlen oder ich habe es verloren. Ich habe also mein Duplikat der Fahrzeugpapiere mit der Meldung, dass ich mein Nummernschild nicht mehr besitze, auf der MFK deponiert. Es wurde mir neue Fahrzeugpapiere mit dazugehörigem Schild ausgehändigt (80CHF). 
  • Ab Europa ist das Carnet de Passages nötig. Ein Zolldokument für das Fahrzeug mit dem man sicherstellt, dass das Fahrzeug nach Einfuhr in ein Land auch wieder ausgeführt wird. Ohne das Carnet kann man viele Länder nicht mit dem eigenen Fahrzeug bereisen. Das Carnet kostete mich 200Euro. Auch muss man ein Depot hinterlegen. In meinem Fall 5000Euro, die man erst wieder zurückbekommt wenn man vorweisen kann, dass man sein Fahrzeug wieder mit nach Hause gebracht und somit keinen Handel betrieben hat. Ganz genau versteh ich das ganze jedoch nicht. Bei Diebstahl oder Totalschaden wird es sicherlich kompliziert um an das Geld zu gelangen. Auf jeden Fall müsste der Diebstahl oder eine Verschrottung des Fahrzeug, im entsprechenden Land, amtlich bescheinigt werden um die Kohle dann schlussendlich zurückzubekommen. Das Carnet ist nur ein Jahr gültig. Eine Verlängerung für ein weiteres Jahr muss frühzeitig beantragt werden und kostet wiederum 200Euro. (Depot wird übernommen).