Gleichgesinnte

30.09.-01.10.2019
Vor zwei Tagen fragte ich mich auf dem Weg nach "Valparaiso", warum ich eine weitere Stadt besuche. Als ich heute die Hafenstadt verliess, konnte ich zugestehen dass sich ein Besuch von Valparaiso wirklich lohnt. Eine wunderschöne, interessante und romantische Stadt. Nach einer kurzen Fahrt von 130km erreichte ich am frühen Nachmittag «Santiago». Hier will ich meine Räder flicken lassen und einen neuen Hinterreifen besorgen. Ich fuhr direkt zur Werkstatt von «Thomas» den ich vor zwei Tagen, kurz nach der Grenze zu Chile, kennenlernte. Ich freute mich den sympathischen Kerl wieder zu sehen. In seiner Werkstatt konnte ich einen passenden Hinterreifen auswählen und eine Termin ausmachen um den Reifen wechseln zu lassen. Nach einer kurzen Unterhaltung fuhr ich zum «Hostel Casa Matte» im Zentrum der Stadt. Ein Hostel für Motorradfahrer mit sicherer Parkmöglichkeit und einer kleinen Werkstatt die kostenlos zu Verfügung gestellt wird. Ich war nicht der einzige Gast. Ein Paar aus England war vor Ort. «Steve und Janette» hausten schon seit drei Wochen im Hostel. Bis spät in der Nacht unterhielten wir uns und führten das Gespräch am nächsten Tag fort. Es ist immer herrlich auf andere Motorradreisende zu treffen. Man versteht sich auf Anhieb. Teilt meist sehr ähnliche Interessen und Ideen. Man trifft auf Gleichgesinnte. «Steve» präsentierte mir ihre «Triumph". Die letzten drei Wochen reinigte er die Maschine und brachte alles wieder in «Schuss». Tatsächlich sah das Motorrad wie neu aus. Alles sauber organisiert und ordentlich gepackt. Die Beiden reisen seit 5 Jahren auf ihrem Motorrad. Ich war sehr beeindruckt, wie die beiden ihr Leben mit so wenig Gepäck, in vollen Zügen geniessen. Zu zweit auf einem Motorrad ist eine andere Liga. Da ist kein Platz für «Extras». Abgesehen davon sind die Beiden keine «20» mehr. Chapeaux: «Steve und Janette». Ich bin total beeindruckt.