Resümee Dezember

31.12.2017
Einen weiteren Monat in Australien. Letzten Monat und die erste Woche dieses Monats war ich alleine unterwegs und habe mich weniger abenteuerlich auf den «Touristen» Strassen und in «Touristen» Orten aufgehalten. Das änderte sich als ich mich in der zweiten Woche wieder mit Radim traf. Gemeinsam konnten wir auf kleinen abgelegenen Strassen das Nirgendwo von Australien erkunden. Das Abenteuer ist dir sicher wenn Du zusammen mit Radim reist. Es war nicht immer amüsant und wir gerieten beinahe in eine Notlage, doch im Nachhinein war es eine wundervolle, erfahrungsreiche und wertvolle Zeit. Australien ist eine spezielle Erfahrung. Die menschenlehren Weiten beeindrucken mich noch immer. Zum jetzigen Zeitpunkt ist Australien jedoch nicht mein Favorit meiner Reise. Ein wenig Zuviel von «Nichts» (Siehe Video: «Railway Track).
Drei Mal habe ich in einem Dorm von einem Hostel genächtigt. 26 Mal habe ich mein Zelt aufgestellt oder meine Hängematte installiert, davon drei Nächte auf einem kostenpflichtigen Campingplatz. Zweimal genoss ich die Nachtruhe als Gast mit einem festen Dach über meinem Kopf.
Mit «Umfallern» habe ich diesen Monat definitiv meinen persönlichen Rekord übertroffen. Bin 10 Mal gestürzt, davon siebenmal auf der unangenehmen «Bulldust» Strasse (Siehe Video:» Bulldust). Bin witziger Weise genau so viele Kilometer wie im letzten Monat gefahren. 5731km weit auf den Strassen von Australien. Diesen Monat vermehrt auf «Dirt Roads».

Besonderes:
  • 3 Wochen Abenteuer mit Radim.
  • Habe das erste Mal meinen Satelliten Messenger benutz um über einen Freund Hilfe anzufordern, die wir schlussendlich zum Glück nicht benötigten.
  • Gabriel hat gelitten. Die Gabel vorne hat diesen Monat auf beiden Seiten sämtliches Öl verloren.
  • Meine Luftmatratze hat nach 1.5 Jahren ausgedient und ist nicht mehr wirklich bequem. Verschiedene Klebestellen der Lamellen haben sich gelöst.

Emotionen:
Es war ein aufregender Monat. Ich musste mich teilweise überwinden auf die Abenteuer zusammen mit Radim einzugehen. Die menschenleere Weite von Australien auf kleinen abgelegenen Strassen zu befahren und dabei zu wissen, dass da keine Hilfe um die Ecke zu finden ist, lies mein Herz höher schlagen. Ich bin ich sehr dankbar für diese Erfahrung. Ich konnte dadurch an meine Grenzen stossen und hatte die Möglichkeit meine Grenzen zu überwinden. Meine Reisekrise, die ich letzten Monat erlebte, habe ich überwunden. Ich habe wieder Lust Neues zu entdecken. Ich fühle mich wohl in der weiten Welt.